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Freitag, 27. April 2012
Gemeinsamkeit.
Ich saß mit einem Teil meiner Familie Nachts auf der Terrasse. Es war gegen 22.00 Uhr. Wir saßen auf der Terrasse und unterhielten uns alle miteinander. Aber diesmal...diesmal hatte ich das Gefühl dazu zu gehören . Dieses Beisammen sein ...es linderte den Schmerz der Einsamkeit und Verzweiflung in meinem Herzen. Alle waren da, außer mein großer Bruder. Ich blickte auf den leeren Platz neben mir. Ein stechender Schmerz durchfuhr meinen Körper. Mein Bruder fehlte mir so sehr. Er gehörte doch zu mir , wir waren immer eins, er gehörte an meine Seite. Doch er hat sich von mir abgewendet. Von uns allen. Er ist einsamer als ich. Er wollte nicht länger zu einer Familie gehören in der er keine Liebe bekommt. Und das alles wegen mir. Schon als kleines Kind hab ich die ganze Aufmerksamkeit meiner Eltern bekommen...und mein Bruder...er stand nur daneben und schaute traurig zu. Das Funkeln in seinen Kinderaugen war verschwunden. Trotzdem verbrachte er viel Zeit mit mir , er war immer für mich da. Immer an meiner Seite. Ich versuchte den Schmerz den er empfand mit meinem Dasein zu lindern. Doch es half nicht viel. Er hat viele Dinge in seinen jungen Jahren gesehen , die er nicht hätte sehen sollen. Seine Vergangenheit besteht aus Schmerz , Verlust , Trauer und vor allem Einsamkeit. Er hat mich immer beschützt. Das werde ich ihm nie vergessen. Doch heute sehen wir uns nicht mal mehr in die Augen . Jedes Mal wenn er nach Hause kommt , blicke ich in ein schmerzverzerrtes Gesicht. Ich merkte wie mir die Tränen kamen. Nachdem alle mit dem Essen fertig waren , erhob ich mich und wollte eine Runde im Wald laufen , welcher bis jetzt schon immer mein einziger Zufluchtsort gewesen war wenn ich alleine sein wollte. Doch bevor ich auch nur einen Schritt machen konnte ergriff jemand meine Hand . Schlagartig drehte ich mich um und sah in das besorgte Gesicht meiner Großmutter. ''Wo willst du denn hin,Kind?'',fragte sie. ''Eine Runde drehen'',antwortete ich eintönig . Meine Großmutter blickte in Richtung Wald und riss die Augen auf. Jetzt blickte sie erneut zu mir und sagte : ''Um diese Uhrzeit !? Doch nicht etwa im Wald,oder''!? Ehe ich antworten konnte fuhr sie fort. Jetzt sprach sie leise und mit ernster Miene : ''Vergiss nie mein Kind , sobald die Lichter der Straßenlaternen aufflammen erwachen die Dämonen aus ihrem Schlaf...'' . Ich schauderte , obwohl ich nicht daran glaubte ... . ''Großmutter an so was glaube ich nicht,das weißt du. Ich laufe doch nur eine Runde''. Sie dachte kurz über meine Worte nach und sagte dann : '' Na schön , aber bleib nicht all zu lange weg ja''? Ohne eine Antwort darauf zu geben nahm ich meine Taschenlampe und ging in den Wald. Es gab keine Laternen. Es war so dunkel das man nicht einmal die eigene Hand vor Augen sehen konnte. Und doch kannte ich den Weg auch ohne etwas zu sehen in und auswendig. Hier und da raschelte etwas , was mich etwas aufschrecken lies. Doch ich beruhigte mich mit dem Gedanken daran , dass es wahrscheinlich nur ein Hase oder ein Eichhörnchen gewesen sein würde. Als ich an eine sagen wir mal ''Lichtung'' ankam , an der sich der See befand setzte ich mich an das Ufer vom See. Dort brach ich endgültig zusammen . Der Schmerz in meinem Herzen zerriss mich . Ich weinte...nein ich schrie...in die Dunkelheit hinein : '' Bruder...oh Bruder... .''
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ich weiß auch garnicht ob es so erwünschenswert ist, dass diese welt weiter besteht. manchmal, immer öfter, denke ich, dass esdas richtige wäre, würden wir alle in unserem gemeinsamen leid untergehen. ob es nur unser kleines seelisches leid hier in den medien-metropolen ist, oder hungerleiden in südafrika und asien, macht da keinen unterschied.
AntwortenLöschenvielleicht denkt dein bruder manchmal genau so. sicher bist du ihm nicht egal.
liebste grüße.