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Dienstag, 27. Dezember 2011

You should let me... .

"Lasst mich doch einfach in Ruhe !",schrie ich meine Eltern an und rannte aus dem Haus. Ich hörte meinen Vater noch sagen:"Die kommt schon wieder..". Es war recht spät . Irgendwas mit 22.00 Uhr. Die Straßen waren leer. Wahrscheinlich weil alle glücklich mit ihren Familien zu Hause saßen und Weihnachten feierten. Nur ich nicht! Ich hasse es! Ich war sauer. So sauer und lief am Rand des Waldes in Richtung See. "Ich will keinen von ihnen Wiedersehen ! Keinen!", sagte ich mir in Gedanken und war schließlich an der Brücke die über den kleinen See führte angekommen . Man konnte so gut wie garnichts sehen , aber das war mir egal. Hauptsache ich war alleine. Ich schaute runter auf den See. Er wirkte recht unheimlich. Das Wasser sah schwarz aus. Ich versank in Gedanken . "Niemand von ihnen würde mich vermissen. Niemand... . Niemand auser ...Jay. Er tut so viel für mich wie kein anderer. Ich stehe so tief in seiner Schuld..", plötzlich wurde ich durch ein Racheln aus meinem Meer voller Gedanken gerissen. Ich blickte zur rechten Seite. Dort stand jemand. Nur ich wusste nicht wer es war. Die Person näherte sich mir mit langsamen Schritten . "Was machst du hier drausen ?", fragte mich eine Jungenstimme."Wer bist du?",fragte ich. Und die Person antwortete:"Niemand wichtiges und du?". Schließlich standen wir uns gegenüber . "Kann dir doch egal sein wer ich bin...", antwortete ich eintönig. "Mädchen wie du sollten um diese Uhrzeit besser zu Hause sein." - "Und Jungs wie dich geht das garnichts an". Ich konnte sein Gesicht immer noch nicht erkennen. Seine Stimme kam mir bekannt vor. Und auf einmal spürte ich seine Hand auf meiner Brust. Sofort schubste ich ihn von mir weg und schrie ihn an :"Spinnst du!?" . Daraufhin warf er mich zu Boden und legte sich auf mich. "Weißt du jetzt vielleicht wer ich bin ?! Erinnerst du dich wieder?!". Ich erstarrte und riss die Augen auf. Diese warme Stimme , seine Art zu sprechen...warum war mir das nicht gleich aufgefallen!? Wie konnte ich nur so dumm sein!? Und dann dachte ich mir: Warum ich!? "Du machst dir alles noch schwerer vor Gericht!",sagte ich. Daraufhin fuhr er mit seinem Finger an meinem Hals entlang und antwortete unbeeindruckt:"Ich habe dir doch gesagt ich werde da eh heil rauskommen. Auserdem, habe ich dich vermisst mein Schatz". Ich brach in Tränen aus war aber fest entschlossen mir das nicht gefallen zu lassen. Als ich beganng um mich zu schlagen nahm er meine Hände und zog sie an sich. Ich versuchte mich los zu reißen , aber ich schaffte es nicht. Es schien so als würde er sich nicht einmal anstrengen. Und dann schossen mir die Fragen in den Kopf: Wie hat er mich gefunden? Ist das ein unglücklicher Zufall?! Oder hat er mich verfolgt?! Er knüpfte meine Hose auf und riss sie dann gewaltsam runter. Als ich versuchte ihn zu treten schlug er auf mich ein. Er riss meinen Mantel auf, ebenso mein Oberteil so das ich bei extremer Kälte auf dem kalten Boden lag. "Bitte tu mir das nicht noch einmal an . Ich gebe dir was du willst aber lass mich gehen!" - "Ich will aber dich. Nur dich .", die letzten Kleidungsstücke bei mir fielen. Und es war kalt . So kalt. So kalt das es weh tat.Er drang in mich ein und drückte dabei mein Becken fest runter das ich aufschrie. Es tat so weh. Er tat mir absichtlich weh, das wusste ich. Ich wusste das er sehen wollte wie ich mich vor Schmerzen krümme. Das er mich weinen sehen wollte. Das er mich vor Schmerz aufschreien hören wollte. Ich weiß wie er tickt. Ich wollte ihm die's nicht gönnen. Zähne zusammen beisen hieß es für mich. Auch wenn es nicht immer klappte.Und trotz der ganzen Schmerzen wehrte ich mich nicht. Weil es zwecklos war und weil ich es hinter mich bringen wollte. Vorallem aber weil mich diese Kälte fast umbrachte!Als er fertig war, ging er von mir runter und fügte bevor er ging hinzu:"War schön dich wieder zu sehen mein Schatz ". Dann verschwand er in der Dunkelheit hinter dem verwilderten Waldweg. Schnell rappelte ich mich auf zog mich an und rannte los. Ich wusste nicht wohin denn ich konnte nichts sehen. Ich kam mir halb erfroren vor. Vielleicht war ich das auch. Lauter bilder die mir durch den Kopf schossen vernebelten mir die sicht .Ich hielt kurz an um Luft zu holen und rannte dann weiter Richtung Stadtzentrum. Ich ging in eine leere Gasse und brach dort in mich zusammen. Erneut brach ich in Tränen aus. Es war kalt, ich spürte die Angst bis tief in meine Knochen. Mit weit aufgerissenen Augen blickte ich ins leere . Zu tief saß der Schock. Mein Magen knurrte. Ich hatte seid fast zwei Tagen nichts mehr gegessen. Ich hatte keinen Hunger ...wirklich nicht. Ich kramte mein Handy aus der Jackentasche und versuchte Jay zu erreichen. Er ging dran. Mit weinerlicher Stimme sprach ich in den Hörer:" Jay wo bist du?! Bitte komm zu mir! Ich brauch dich! Ich will dich bei mir haben! Bitte!" - "Was ist passiert!?" - "Das kann ich dir jetzt nicht ..." - "Wo bist du?!" - "Stadtzentrum , hinter New Yorker in der Gasse..." - " Bleib wo du bist ich bin gerade zufällig in der Nähe." -, wir beendeten das Telefonat . Je mehr ich daran dachte was passiert war , desto mehr weinte ich und wollte Jays Nähe. Nach wenigen Minuten war er da. Ich rappelte mich auf und fiel ihm direkt in die Arme. Immer noch heulend sagte ich:"Jay.." und drückte ihn an mich . "Schatz, was ist los?Was ist passiert?!Wer hat dich so zugerichtet?" - "Ich-Ich-ich...Jay..ich.." - "Ganz ruhig, ich bin doch bei dir.", ich erzählte ihm was geschehen war. Und plötzlich hatte ich das Gefühl keinen Boden mehr unter den Beinen zu haben. Alles verschwomm . Ich fiel um, spürte aber den Aufprall nicht. Das wieder rum lag daran, das Jay mich aufgefangen hatte. Meine Augen schlossen sich und als ich sie wieder öffnete lag ich wieder in der Klinik. Jemand Griff nach meiner Hand. Es war Jay. Ich schaute zu ihm hoch und sagte :"Du solltest jetzt eigentlich bei deiner Familie sein und feiern." - "Das selbe könnte ich zu dir sagen." - "Es tut mir so leid." - "Dir muss garnichts leid tun mein Schatz.", er küsste mich auf die Stirn und blieb so lange bis ich einschlief.
Warum ich das alles hier schreibe? Weil es mich entlastet. Schreiben ist Balsam für meine Seele. Und ich fühle mich so schuldig. Ich hätte nicht zum See gehen sollen. Ich hätte Jay niemals anrufen sollen . Ich hätte alleine verrecken sollen. Ich hab alles kaputt gemacht. So verlief mein heilig Abend also. Das schlimmste Weihnachten in meinem Leben. Hoffentlich hattet wenigstens ihr schöne weihnachten .

3 Kommentare:

  1. Natürlich hättest Du Jay anrufen sollen, dafür sind Freunde u. a. da, um einem eben auch Notsituationen zu helfen.
    Du konntest ja nicht wissen, dass "er" am See sein würde.... und so leichtsinnig, nach dem Erlebnis da noch mal im dunklen hinzugehen, wirst Du ja sicher nicht sein. Also bist Du an gar nichs Schuld... mach Dich nicht immer selbst so schlecht.
    LG :-)

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  2. du hast nichts falsches gemacht. ich weiß, so ein kommentar überzeugt dich nicht, aber ich will es dir trotzdem sagen. du kannst für all das nichts, und du hast nichts davon verdient. deine familie hätte dir nachlaufen sollen, sie hätten nicht "die kommt schon zurück" sagen sollen, als wärst du eine entrissene katze. du kannst da nichts für.

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  3. Das wichtigste ist, ehrlich sich selbst gegenüber zu sein. Egal was Du hier postest und ob Du Dinge weglässt oder nicht, Du selbst musst zu Dir ehrlich sein. Wir müssen hier nicht alles wissen. Und wir sind auch keine Richter, die Dich wegen irgend etwas verachten.

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